Abstehende Ohren

Abstehende Ohren können durch teilweise entwürdigende Hänseleien vor allem von Kindern zu einer psychosozialen Ausgrenzung führen, die zu erheblichen Schäden bis hin zur manifesten Depression führen. Dies wird von den meisten Erwachsenen unterschätzt oder verkannt. 

Deswegen sollte eine Korrektur abstehender Ohren anhand einer Ohranlegeplastik (Otoplastik) schon im frühen Kindesalter, am besten vor der Einschulung erfolgen. Es lässt sich mit der Operation ein dauerhafter Erfolg einstellen, der zu einer erheblichen Verbesserung der Situation der Patienten beiträgt.

Operationstechnik

Die Operation erfolgt bei Kindern in Vollnarkose, bei Jugendlichen und Erwachsenen in der Regel in lokaler Betäubung, auf Wunsch mit begleitendem Dämmerschlaf oder in Vollnarkose. 

Bei der Operation werden Teile des Knorpels mit speziellen Instrumenten bearbeitet und überschüssige Haut entfernt. Nach endgültiger Formung der Ohrmuschel wird diese durch spezielle Fäden zusätzlich fixiert. Anschließend wird ein Verband angelegt. Der Eingriff kann praktisch immer ambulant erfolgen.

Komplikationen und Verhaltensregeln

Neben den allgemeinen Komplikationen einer Operation wie Nachblutung, Infektion, Wundheilungsstörung und Narbenbildung besteht die sehr seltene Gefahr eines Othämatoms (Blutung in den Ohrknorpel). Dies führt unbehandelt zu einem Absterben des Ohrknorpels. Hier ist ggf. eine operative Revision nötig, um dauerhafte Folgeschäden zu vermeiden. 

Eine absolute Symmetrie kann nicht garantiert werden, ggf. sind kleinere Nachkorrekturen notwendig.

Kostenübernahme

Bei Kindern und Jugendlichen ist die Kostenübernahme in der Regel überhaupt kein Problem, bei Erwachsenen wird sie dagegen nur in Ausnahmefällen durch die gesetzlichen Krankenkassen genehmigt.