Bauchdeckenstraffung

Nach starker Gewichtsabnahme oder nach Schwanger-schaften kommt es fast immer zu einer Überdehnung der Bindegewebsfasern der Haut sowie des Hautmantels. Dies führt zu sogenannten „Schürzenbildungen" die neben der erheblichen Beeinträchtigung des Körperbildes mit psychischer Belastung auch zu gesundheitlichen Problemen führen (Hautrötung, Pilzbefall, Geruchsbildung etc.). 

Bei der Operation wird der störende Hautmantel mit dem dazugehörenden Fettgewebe entfernt, die Schnittführung ist je nach Umfang des zu entfernenden Gewebes von einem (endoskopischen) Minischnitt bis zur ausgedehnten Schnitt-führung in den Flankenbereich variierend. In jedem Fall wird aber versucht, den Narbenverlauf so zu wählen, dass dieser von der Unterwäsche vollständig bedeckt wird. Der Nabel wird dabei meist ausgeschnitten und versetzt. 
In einigen Fällen bestehen zusätzlich Bauchwandbrüche oder ein Auseinanderweichen der Bauchdeckenmittellinie 
(sog. „Rektusdiastase"), was gleichzeitig operativ korrigiert werden kann.

Operationsrisiken

Neben den allgemeinen Risiken wie Nachblutung, Infektion, Wundheilungsstörung und Narbenbildung kann es zu Durchblutungsstörungen des Nabels und der Wundränder kommen, was ein Absterben des Gewebes und ggf. eine operative Korrektur notwendig macht. Rauchen hat hierauf einen nicht unerheblichen Einfluss, weswegen wir vor und nach der Operation zu einer deutlichen Einschränkung raten.

Dauer des Aufenthaltes und Verhaltensmassregeln nach der Operation

Die Dauer des stationären Aufenthaltes nach der Operation richtet sich nach dem Umfang des Eingriffes und beträgt in der Regel 4-6 Tage. Duschen ist ab dem 3.-4. Tag erlaubt, Sport sollte 6-8 Wochen nicht erfolgen. Für ca. 8 Wochen empfiehlt sich das Tragen einer Bauchdeckenbinde oder eines speziell angefertigten Kompressionsmieders, was individuell vor der OP angefertigt werden muss.

Kostenübernahme durch die Krankenkasse

In bestimmten Fällen ist die Krankenkasse bereit, die Kosten zu übernehmen. Dies setzt aber einen vorherigen Antrag und eine anschließende Zusicherung der Kostenübernahme voraus. Eine Genehmigung im Nachhinein ist nicht möglich.