Brustvergrößerung

Die moderne Medienlandschaft suggeriert uns permanent eine „ideale" Brustform durch Schauspielerinnen, Fotomodelle und andere Personen des öffentlichen Lebens, was nicht unbedingt der Natur entspricht. Es gibt sehr viele Varianten, die von Körpergröße, Statur und Typ abhängig sind. Zu kleine oder unterschiedlich ausgeprägte Brustformen und -größen führen sehr häufig zu einer Beeinträchtigung des Selbstwertgefühls. 

Der Goldstandard zur Vergrößerung oder Angleichung einer Brust (lat. Mammaaugmentation) ist das Silikonimplantat. Es ist durch ständige Weiterentwicklung und Verbesserung zu einem Implantat geworden, das die Erwartungs-haltung der Patientin mit größtmöglicher Sicherheit, Verträglichkeit und Natürlichkeit verbindet. Die Hersteller gewähren auf Grund der verbesserten Produktqualität jahrelange Garantien, das früher gefürchtete Austreten von Silikon („bleeding") ist durch high-tech-Entwicklungen („Vernetzung der Polymere") praktisch verschwunden. Daneben kommen Silikonimplantate der natürlichen Brustform und Konsistenz sehr nahe - auch durch die unterschiedlich angebotenen Formen - und haben die Kochsalzimplantate weitestgehend verdrängt. Selbst in den USA hat bei den zuständigen Behörden (FDA) ein Umdenkprozess stattge-funden.

Den Möglichkeiten der Brustvergrößerung mit Eigenfetttransplantation sind bei kritischer Betrachtung äußerste Vorsicht und Zurückhaltung entgegenzubringen. Dem vermeintlichen Vorteil einer Brustvergrößerung ohne Fremdimplantat steht eine erhebliche bis fast vollständige Nekroserate
(„Zelltod" der verpflanzten Fettzellen) durch die erforderliche Verpflanzungsmenge an körpereigenen Fettzellen mit kosmetisch und gesund-heitlich beeinträchtigender Ölzystenbildung (Abbauprodukt der verpflanzten Fettzellen) entgegen. Nachoperationen mit sehr unbefriedigendem Ergebnis und erheblicher finanzieller Belastung für die Patientin sind die logische Konsequenz. Die Zukunft wird die weitere Entwicklung weisen, hier werden in den kommenden Jahren sicherlich deutliche Fortschritte erzielt.

Welches Implantat

Es stehen verschiedene Größen und Formen zur Verfügung. Dies ist immer von der Körpergröße, der Statur und den individuellen Wünschen der Patientin abhängig. Hierfür sind ausführliche persönliche Gespräche notwendig.

Operative Zugangswege

Operative Zugangswege sind submammär (Unterbrustfalte), axillär (Achselhöhle), sub- oder transmammillär (Brustwarzenbereich) sowie endoskopisch umbilical (Nabelbereich, ausschließlich für wassergefüllte Implantate machbar).

Mögliche Komplikationen

Neben generellen OP-Risiken wie Blutung, Infektion und Wundheilungsstörung sowie Narbenbildung gibt es spezielle Risiken der operativen Brustvergrößerung. Hierzu zählt vor allem die Kaspelbildung um das Implantat mit Verhärtung, was trotz der heute zur Verfügung stehenden, modernen Implantate nicht gänzlich ausgeschlossen werden kann. Unter Umständen ist dann eine Reoperation oder sogar die ersatzlose Entfernung der Implantate notwendig. Außerdem kann eine Stillfähigkeit nicht hundertprozentig garantiert werden, ein Gefühlsverlust der Brustwarzen ist ebenfalls in seltenen Fällen möglich.

Dauer des Aufenthalts

Der stationäre Aufenthalt (Hotelaufenthalt, siehe gesondertes Angebot) beträgt 1 bis 2 Tage. Aufstehen können Sie bereits am nächsten Tag, duschen ab dem 2. Tag. Die Arbeit - sofern sie nicht körperlich anstrengend ist - kann in der Regel nach 4-5 Tagen wieder aufgenommen, Sport nach 6 Wochen wieder betrieben werden. Für ca. 8 Wochen sollte ein bügelloser Sport-BH getragen werden.