Faltenbehandlung

Botulinumtoxin

Zornesfalten zwischen den Augenbrauen an der Nasenwurzel (Glabella), Stirnfalten (Sorgenfalten) und Krähenfüsse oder Lachfältchen um die Augen herum sind der bevorzugte Einsatzort für die Behandlung mit Botulinumtoxin. Dieses wird in Deutschland unter verschiedenen Handelsnamen angeboten, wobei alle Präparate gleichwertig sind (Botox, Dysport, Xeomin). 

Das Nervengift wird in stark verdünnter Form in die betroffenen Muskeln der Gesichtsmuskulatur injiziert und verursacht dort nach 8-10 Tagen eine vorübergehende Muskellähmung bzw. eine starke Verminderung der motorischen Muskelaktivität, die etwa 5-6 Monate anhält. Danach ist eine erneute Injektion zur Aufrechterhaltung der Wirkung erforderlich.

Hyaluronsäure

Hyaluronsäure wird seit Jahren zum Ausgleich von Falten und Defekten eingesetzt. Die bei uns verwendeten Hyaluronsäurepräparate bestehen aus quervernetztem Natrium-Hyaluronat nicht-tierischen Ursprungs. Das klare Gel lässt sich hervoragend in die Haut einbringen und gut verteilen. Damit können kleine, mitteltiefe und tiefe Falten bis hin zur Nasolabialfalte angehoben, geglättet oder  vermindert werden. Außerdem besteht die Möglichkeit, zu schmale oder unregelmäßig geformte Lippen schöner und voller zu gestalten. Die Wirkung ist sofort erkennbar und hält 4-5 Monate an, danach ist eine Wiederholungsinjektion notwendig.

Eigenfett

Das aus körpereigenem Fett mittels Spritze oder Fettabsaugung gewonnene und anschließend gereinigte Fett (siehe Liposuktion) kann in kleinen Mengen mit dünnen Kanülen zur dauerhaften Unterspritzung von Falten verwendet werden. Da nicht alle transplantierten Fettzellen überleben ist eine anfängliche Überkorrektur notwendig, das endgültige Ergebnis ist erst nach einigen Monaten beurteilbar. Im Gegensatz zur Hyaluronsäure ist dieses Ergebnis aber dauerhaft.

Komplikationen und postoperative Verhaltensweisen

Bei Überdosierung von Botulinumtoxin kann es selten zu einem Absinken der Augenbrauen, hängenden Augenlidern oder ganz selten zu Doppelbildern kommen. Bei Hyaluronsäure kann es in sehr seltenen Fällen zu einer allergischen Reaktion kommen. Bei der Applikation von Eigenfett bestehen die allgemeinen Risiken eines operativen Eingriffs wie Blutung, Bluterguss, Infektion und Wundheilungsstörung.

Sichtbare Störungen des Erscheinungsbildes bestehen nach einer Behandlung mit Botulinumtoxin und Hyaluronsäure praktisch nicht, nach Eigenfetttrans-plantation können kleinere Blutergüsse einige Tage sichtbar sein. Alle Eingriffe erfolgen ausnahmslos ambulant. Sonneneinstrahlung sollte für ca. 1 Woche vermieden werden.