Schnapp- oder Springfinger

Es entsteht wie aus dem Nichts. Eines Morgens kann man auf einmal den Daumen oder einen Finger nicht mehr strecken. Es gelingt nur noch mit Mühe - ein Widerstand muss überwunden werden. Man denkt sich nichts dabei - „...es wird schon wieder vergehen..."!?!?

Oft wird die Erkrankung im Anfangsstadium nur durch Schmerzen beim Händedruck, Gartenarbeiten oder Heben schwerer Gegenstände in der Handinnenfläche bemerkt.

Therapie

Da die Erkrankung des Schnapp- oder Springfingers (lat. Tendovaginitis stenosans) chronisch verläuft und die krankhaften Prozesse über Jahre entstehen, ohne dass sie vom Patienten bemerkt werden, ist bei den durch den Patienten bemerkten Symptomen die Operation fast immer das Mittel der Wahl. Maßnahmen wie Gips, Schiene oder Kortisoneinspritzungen bringen nur kurzzeitig einen Erfolg - wenn überhaupt. Das Mittel der Wahl ist die Beseitigung der Sehneneinengung. Dies kann je nach Wunsch des Patienten mit einer Regional- oder Kurznarkose erfolgen.

Mögliche Komplikationen

Neben allgemeinen Komplikationen einer Operation mit Nachblutung, Bluterguss, Infektion und Wundheilungsstörung können in seltenen Fällen vorübergehende Gefühlsstörungen an den Fingern auftreten. Ganz wichtig ist eine intensive Bewegung der operierten Finger nach der Operation, um eine Bewegungseinschränkung von vornherein zu vermeiden.